Börsencrash März 2022 | Aktienanalyse | Aktiencrash | Crypto | Hyperinflation


Prolog:

 

Warum ich diese Analyse schreibe? Eine Anekdote: Michael Burry, der Starinvestor aus dem Film „Big Short“, hat die Finanzkrise 2008 schon früher kommen sehen als jeder Analyst vor ihm. In einem Interview kommentierte er: „Viele haben mich gefragt, warum ich niemanden vor der Krise gewarnt habe. Dies ändere ich nun, aber mir hört trotzdem keiner zu.“

 

Meine Vita respektive meine Reputation finden Sie am Ende der Analyse.

 

Was haben Sie zu erwarten? Welche Insider Informationen erhalten Sie?

 

Ich zeige Ihnen auf, dass die Rohstoffpreise ähnlich hoch sind wie in der Ölkrise, die Unternehmenskapitalisierungswerte höher als zur Dotcomblase, Immobilienpreise so hoch wie in der Subcrime Krise, und das Ganze gemischt ist mit einer nie da gewesenen Hyperinflation.

Bevor Sie überlegen, ob Sie in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie 30 Minuten Zeit opfern sollten, um eine Analyse von einem Ihnen völlig fremden Menschen zu prüfen, werfen Sie bitte einen Blick auf die Inhaltsangabe und entscheiden Sie dann.

 

Ich bin kein Crashprophet! Warum nicht? Weil die bekannten Crashpropheten jedes Jahr den Crash hervorsehen, und wenn sie dies nur oft genug machen, dann werden sie schon recht haben, denn es passiert statistisch alle sieben Jahre. Ich gebe daher eine Prognose für den Zeitpunkt ab: März 2022…

 

Anekdote: Mit hunderten von Beispielen, die zuvor niemand gesammelt in einer Analyse zusammengefasst hat, zeige ich Ihnen die zukünftige Tulpenmanie auf, denn es war noch nie so schlimm wie heute. Spekulationsblasen sind nicht schlimm, im Gegenteil, sie dienen wie Shortselling einem kapitalistischen Zweck, aber das Delta, der Hebel, mit dem spekuliert wird, war noch nie so extrem.

 

P.S.

 

Weiterhin ärgert es mich persönlich, dass Autoren (nicht nur ich) mit genialen journalistischen Inhalten ohne großem Linked Profil so wenig Reichweite generieren. In einem anderen Artikel habe ich zum Beispiel aufgedeckt wer Satoshi Nakamoto ist. Ich habe ein NFT gebaut und brauchte eine Story, denn ein NFT ist nur mit Story Telling wertvoll. Es wäre doch keine bessere Geschichte als herauszufinden wer Bitcoin erfunden hat, etwas, wonach die Welt sucht und was das FBI nicht geschafft hat. Ich habe mit Beweisen dargelegt, warum Harry Potters Onkel Crypto Domain Namen registriert, das Rätsel um die „Letterbox“ gelöst, herausgefunden wer hinter „GoldLover“ steckt, den man für Satoshi hielt und vieles mehr. Das habe ich mehr als 20 Medien geschrieben, aber niemand hat sich dafür interessiert und das, obwohl es viel mehr Medienberichte über potenzielle Satoshi mit viel weniger Beweisen gab, und es die gleiche Person ist….

 

Inhalt

  • Makroökonomie: Ablauf von Krisen, Historie und Anzeichen
  • Theoretische Gründe für eine Finanz- oder Wirtschaftskrise
  • Historische Staatspleiten
  • Analyse: Inflation, Arbeitslosigkeit, ABS, Börse & Co.
  • Staatsverschuldung USA & Deutschland früher und heute
  • Folgende Kennzahlen sind Indikatoren für einen Finanzkollaps:
  • Der Warren-Buffet-Indikator 2021: Aktienmarktvolumen vs. BIP
  • Der Minsky-Effekt: Ponzi-System vs. Tilgung
  • Realnettolöhne 2021
  • Immobilienpreise 2005-2021: Die Blase platzt
  • Kreditausfallquoten: Kreditvolumen High | Ausfallquoten Low
  • Arbeitslosenquoten vor und nach Corona
  • Der Crash am Aktienmarkt
  • Kennen Sie die Dienstmädchenhausse? Heute ist jeder Virologe und Daytradingprofi
  • Was sind Margin Debts? Schulden auf Pump, um in Aktien zu investieren
  • Case-Chiller Wert
  • Der Knackpunkt: Die Inflation, die Geldmenge und der Kreditzins auf Allzeit-Maximus
  • Inflationsrate früher und heute
  • Leitzinsentwicklung
  • Kreditzinsen
  • Geldmenge & Umlaufgeschwindigkeit
  • Der Fehler in der Berechnung der Inflation
  • Rohstoffe
  • Asset-Backed Securities oder wie man sie auch nennen möchte | Fannie Mae und Freddie Mac
  • Hypothekenbank
  • Und wie ist das aktuelle Rating?
  • Prediction & das „TI-Modell“ zur Vorhersage von Krisen
  • Luxus
  • Investorenprofis
  • Schuldnerberatung 2020 / 2021
  • Hauspreis USA
  • Suche nach Krediten
  • Vermögensanlagen Gold & Crypto
  • Zweitjobber
  • Warren Buffet
  • IPO
  • Girokonten für Reiche
  • Ratings
  • SPACs: Der Fall Lilium
  • Meine Prognose für März 2022 & „Why“
  • Bisherige Korrekturen
  • Warum die EZB die Leitzinsen erhöhen muss, um die Banken zu retten
  • Welche Folgen erwarten uns?
  • Rückblick: Dotcom
  • Der wichtigste Teil des Reports: Die Kettenreaktion | Die Auslöser der größten Krise aller Zeiten
  • Wie man sich schützen kann? Was tun bei einer Krise?
  • Epilog
  • Fehler im System: Die Vergütung von Vorständen
  • Hinweise auf andere Arbeiten:
  • Hinweis Schreibart
  • Offenlegungsbericht | Transparenzbericht zu Shortpositionen
  • Disclaimer
  • Der Autor
  • Eigene Berechnung: Mein Vorhersagemodell für Aktien| Eure Hilfe!
  • Alle Zahlen auf einen Blick

Makroökonomie: Ablauf von Krisen, Historie und Anzeichen

 

Eine Finanzkrise tritt alle Jahre wieder auf. Mehr dazu finden Sie in einem separaten Abschnitt. Es startet immer mit einer Wohlstandsperiode, nämlich mit weltweitem oder zumindest paneuropäischem Frieden, mit finanziellem Wohlstand und produktivem Schuldenwachstum. Anschließend folgt generell die Schuldenblase, Einkommens- und Vermögensverschiebungen innerhalb der Gesellschaft (Vermögenstransfer) und weitere Euphorie am Markt. Dann folgen das Platzen der Blase und der wirtschaftliche Abschwung. Um dies aufzufangen wird Geld gedruckt und Kredite vergeben. Daraus resultieren innerpolitische Unruhen, neue Schulden des Staates, politische Neuausrichtung in Form von neuen Parteien und die Rezession ist gegenwärtig.

 

Mit der Rezession starten die Deflation, Unternehmensinsolvenzen, kausal Bankenpleiten usw. Weil die Banken gerettet werden müssen (too big to fail), starten die Notenbanken Hilfspakete, um das Ziel der Inflation von nahe zwei Prozent zu halten. Der Staat muss in die freie Marktwirtschaft eingreifen, es folgen Verstaatlichungen und die große Depression. Daraus resultieren oft die Hyperinflation und der Währungskollaps, den man dann versucht mit einer Währungsreform zu retten. Genau das passiert aktuell und ich zeige Ihnen anhand von Statistiken genau diesen Verlauf im Jahr 2022.

 

Theoretische Gründe für eine Finanz- oder Wirtschaftskrise

  1. Keynesianische Finanzkrisentheorie: Keynes sagte, dass ein idealtypisches Marktgleichgewicht nicht ohne den Eingriff des Staates möglich sei. Die sogenannte Liquiditätsfalle nannte er das Symptom des Indikators: Die Zinssätze sind nahe Null, so weit unten, dass eine zusätzliche Geldmengenerweiterung nicht mehr zu exponentiellen Investitionen führt. Menschen nutzen das günstige Geld nach einer langen Periode der günstigen Finanzierung nicht mehr für Neuinvestitionen, sondern zum Horten.
  2. Überinvestitionen: Kurz und knapp: Wenn der natürliche Zinssatz über den bestehenden Geldzinssatz steigt.
  3. Hyman Minsky: Der Minsky-Moment: Zu Beginn sind Investoren vorsichtig und sichern ihre Finanzierungen durch andere Finanzinstrumente ab. Eine Rückzahlung ist bei Ausfall auch weiterhin möglich. Dann erscheint das wirtschaftliche Wachstum stabil und die Investoren gehen mehr Risiko ein. Die Einnahmen reichen bei Ausfall nicht mehr, um den Kredit zu tilgen, aber gerade noch, um die Zinsen zu zahlen. Scheint auch dies stabil, werden Kredite aufgenommen, um mit dem Kredit die Zinsen alter Kredite zu bezahlen.
  4. Monetarismus: Exzessive Geldmengenbewegung
  5. Unterkonsum: Nach Atkinson Hobson entsteht eine Finanzkrise aus einer zu geringen Nachfrage nach Konsumgütern.

Historische Staatspleiten

Unmöglich, denken Sie? Im Gegenteil, es passiert alle paar Jahre. Das Gefährliche, auch im Jahr 2022, meine Prognose für den Aktiencrash, ist der Kontagion-Effekt. Man nennt dies auch Ansteckungseffekt. Es reicht also aus, wenn ein Staat pleitegeht, denn dies verursacht eine Kettenreaktion, die maßgeblichen Einfluss auf Staatsanleihen, Währungskurse, Im- und Export usw. hat. Dieser Effekt greift auch bei geografisch weit entfernten Staaten. Gefährlich ist dies dann, wenn die Staatsschulden in Fremdwährungen aufgenommen wurden, denn so kann die Inlandswährung durch externe Faktoren abgewertet werden. Ein paar Beispiele: 1971 USA, 1998 Russland, 2002 Argentinien, 2008 Island, 2010 Griechenland, 2012 Belize, 2014 Argentinien, und Deutschland? Naja, und Deutschland als Profi: 1923: 200 Milliarden für ein Brot und 1945: Ende des zweiten Weltkrieges. Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an die vielen Hilfspakete an Griechenland oder die Zahlungsnot der USA? 

Quelle: Focus.de

Alles keine zehn Jahre her. Aber ab wann ist ein Staat verschuldet oder pleite? Hier gilt der Maastricht-Vertrag: EU-Stabilitätskriterien: Es gibt nur zwei, nämlich 60 % (Staatsverschuldung/BIP) und 3 % (Nettoneuverschuldung/BIP).

Anders und laut Wikipedia erklärt:

„Art. 115 Grundgesetz (GG) besagt, dass die neu aufgenommenen Kredite die Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten dürfen. Ausnahme: Zur Abwehr einer „Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts“ ist auch eine höhere Verschuldung zulässig.

  • Das Haushaltsdefizit darf maximal 3 % des BIP betragen.
  • Die Gesamtverschuldung darf 60 % des BIP nicht überschreiten. Hierbei werden die Schulden des Bundes, der Länder und der Gebietskörperschaften zusammengezählt. Dabei zählen als Schulden z.B. nicht Schulden aus Lieferungen und Leistungen.“

 

 


Analyse: Inflation, Arbeitslosigkeit, ABS, Börse & Co.

Staatsverschuldung USA & Deutschland früher und heute

Quelle: Statista.de

Wäre dann ja kein Engpass, wenn sich das BIP ebenfalls verdoppelt hat, oder?

Schon vor der Pandemie, in Q4 2019, lasteten auf jedem US Haushalt durchschnittlich 115.000 USD Schulden, ein Höchststand. Mehr dazu in der Rubrik Mortgage Backed Securities.

 

Wie sieht es in Deutschland aktuell aus?

 

Deutschland ist zu circa 40 % bei inländischen Gläubigern verschuldet, circa 60 % der deutschen Verschuldung sind Auslandsschulden. Die inländischen Gläubiger sind zu etwa zwei Dritteln inländische Kreditinstitute und zu einem Drittel Nichtbanken (Versicherungen, Unternehmen, Privatpersonen).

Quelle: Friedrich-Partner.de

 

Also auch hier haben sich die Schulden von 2000 bis heute verdoppelt. Und das BIP auch? Das nicht.

Deutsche Presseagentur: April 2021

„Der Bundestag hat an diesem Donnerstag einen Nachtragshaushalt für 2021 auf den Weg gebracht, um neue Schulden im Bundeshaushalt für dieses Jahr auf den Rekordwert von 240 Milliarden Euro anzuheben. Mit diesem "mutigen Schritt", so Bundesfinanzminister Olaf Scholz, sollen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abgefedert werden. Die Gesamtverschuldung Deutschlands steigt auf 2.200 Milliarden Euro, ebenfalls ein Allzeithoch. Die Schuldenquote, also die Höhe der Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, liegt 2021 bei rund 80 Prozent.“

 

Folgende Kennzahlen sind Indikatoren für einen Finanzkollaps:

  • Bruttoschuldenquote der Länder
  • Buffet-Indikator
  • Euro- vs. Dollarbewertung
  • Haushaltseinkommen
  • Geldmenge M
  • Inflation
  • Immobilienpreise
  • Hausfrauen-Hausse
  • Insolvenzquoten
  • Arbeitslosenquote
  • Inverse Zinsstruktur
  • Allzeithoch an der Börse
  • Margin Debts-Quote (kreditfinanzierte Investitionen)
  • Q-Ratio
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis am Aktienmarkt
  • Rohstoffpreise

Der Warren-Buffet-Indikator 2021: Aktienmarktvolumen vs. BIP

 

Benannt nach dem weltbekanntem Value-Investor Warren Buffet gibt dieser Indikator an, wie groß der Aktienmarkt im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) steht. Beispiel: Entspricht der Wert aller Unternehmen (Marktkapitalisierung) im Dax dem gleichen Wert des Bruttoinlandsproduktes, dann wäre dies der Wert 100 %. Anfang Januar steht dieser Indikator bei 224 %. Der Wert macht aber erst im Verhältnis Sinn, also vergleichen wir den Wert mit historischen Finanzkrisen. 2000 im Boom der Internetblase stand der Wert bei +71 %, jetzt bei +84 %. 

Der Minsky-Effekt: Ponzi-System vs. Tilgung

 

Hier guckt man sich die Schuldner genauer an, z.B. die Immobilien Finanzierer und deren Haushaltseinkommenssituation. Man unterscheidet drei Typen:

  • Sicher: Schuldner kann Zinsen und Tilgung zahlen.
  • Spekulativ: Schuldner kann Zinsen zahlen, aber Tilgung nicht. Es findet eine ständige Refinanzierung neuer Schulden statt.
  • Ponzi: Schuldner kann weder Zinsen noch Tilgung zahlen. Man hofft, dass in dem Fall die Immobilie an Wert gewinnt und man mit dem Gewinn die Schulden bezahlen kann. Steigt der Wert jedoch nicht oder sinkt sogar, entsteht eine Blase.

Aber wie kann man herausfinden, in welcher Situation sich die meisten Schuldner befinden? Man guckt sich die Ausfallquoten an, ob die Einkommen sich verbessert haben sowie die Entwicklung der Immobilienpreise und der Zinsen.

Realnettolöhne 2021

Hier gucken wir uns mal die deutschen Zahlen an.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt

Reallohnindex: -2,00 %

Nominallohnindex: -0,7 %

Inflationsrate: 1,3 % (darauf kommen wir später genauer)

Im Quartal 2021 ist der Reallohn um 2 % niedriger als im Vorjahresquartal

Hinweis: Der Nominallohnindex bildet die Veränderung der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste einschließlich der Sonderzahlungen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ab (Quelle: bpb.de)

Also halten wir fest, dass das Einkommen der Menschen nicht gestiegen, sondern leichtgefallen ist. Merken wir uns das. Wenn das Einkommen nicht steigt, aber Wohneigentum teurer wird, dann kann man dies nur durch mehr Schulden finanzieren, korrekt?

 

Immobilienpreise 2005-2021: Die Blase platzt

 

Dann gucken wir uns die Immobilienpreise an. In den USA stieg die Wohneigentumsquote von 64 % im Jahr 1990 auf 69 % im Jahr 2004, und blieb bis 2006 auf diesem Wert. Durch die erhöhte Nachfrage nach Immobilien und die großzügigere Vergabe von Krediten stiegen auch die Immobilienpreise. Aber wie sieht es heute aus?

Gestiegene Immobilienpreise: Nominalindex für Immobilienpreise in den USA ist in 2020 um 145,7 Prozent höher als in 1995. Gleichzeitig stieg das Nettoeinkommen, allerdings weniger stark: um 134,4 Prozent in 2020 gegenüber 1995.

Immobilien werden daher langfristig immer weniger erschwinglich: Erschwinglichkeitsindex sank gegenüber 1995 um 4,6 Prozent.

 

 

Was sehen wir in den USA? Die Immobilienpreise steigen wieder auf das Niveau von der Finanzkrise 2008.

Quelle: Kreditvergleich.de und statista.de

 

Jetzt kann man sagen: Naja, das sind die USA… Gucken wir uns Deutschland an…

 

Immobilienscout: „Neue Eigentumswohnungen verteuerten sich demnach um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und um knapp 10 Prozent zum entsprechenden Quartal des Vorjahres. Auch für Einfamilienhäuser stiegen die Angebotspreise von Bestandsimmobilien mit 4,3 Prozent, beziehungsweise 10,1 Prozent verglichen zum Vorjahr, stärker als für Neubauten mit 2,0 Prozent oder 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“

Die Deutsche Bundesbank hat im Februar 2021 von einer Preisblase von 30 % gesprochen.

 

Wann platzt denn aber eine Immobilienblase?

 

  •  Käufer sind nicht mehr bereit die Preise zu bezahlen (Verkehrswert viel höher als Sachwert oder, unabhängig von Durchschnittseinkommen und Inflation, kommt es zu einer Steigerung der Immobilienpreise).
  • Der Wohnraum wird so knapp, dass massiv neu gebaut werden muss.
  • Die Zinsen der Kredite steigen (Achtung, später mehr dazu).
  • Banken weniger Kredite vergeben, denn Eigenkapital ist ja gleichgeblieben.
  • Die Personen, die aufsteigende Preise spekulieren, werden mehr und mehr

Also: Das Einkommen steigt nicht, aber die Immobilienpreise. Wie werden die Preise dann finanziert? Es muss ja mehr Geld zur Verfügung stehen, was vorher nicht existierte oder die Schulden pro Person müssen sich massiv erhöht haben, oder?

 

Kreditausfallquoten: Kreditvolumen High | Ausfallquoten Low

 

"Autokredite bewegen sich auf einem Allzeithoch von mehr als 975 Milliarden Dollar", sagt Dennis Carlson, Volkswirt des Analysehauses Equifax. Im Dezember habe der Anstieg zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 9,3 Prozent betragen, also merklich über dem Wachstum des Automarkts gelegen. Mehr als ein Viertel der gesamten Summe und fast ein Drittel aller neu vergebenen Autokredite entfallen auf das berüchtigte "Subprime"-Segment. Im Schnitt beträgt die Laufzeit für Autokredite inzwischen rund sechs Jahre, und die durchschnittliche monatliche Rate liegt bei 570 Dollar. Wenn beide Partner arbeiten – was in mehr als zwei Dritteln der US-Haushalte der Fall ist –, brauchen sie meist auch zwei Autos und müssen zwei Raten bedienen. Seit 2009 haben sich die ausstehenden Autokredite nahezu verdoppelt, auf 1,3 Billionen Dollar.

 

1/3! Nicht Immobiliendarlehen werden das Problem sein, sondern Kreditausfälle für Autos!

 

Hinweis: „Das Wort „Subprime“ wird im Zusammenhang mit Immobilienkrediten an Kreditnehmer mit geringer Bonität verwendet.“ Quelle: Focus.de. Aber wie sieht es genau aus? Man sollte ja annehmen, dass, wenn es durch Corona Millionen von mehr Arbeitslosen gibt, die Ausfallquote von Krediten stark steigt, oder?

 

Die Ausfallquote bei Krediten für Einfamilienhäuser in den USA lag Ende 2019 bei 2,36 Prozent. Ende des 1. Quartals 2020 waren es 2,37 Prozent, und laut ganz aktuellen Daten der St. Louis Fed waren es zu Ende des 2. Quartals 2,49 Prozent. Wie geht denn sowas? Laut Statistik gibt es also keine Krise oder sie wird künstlich verlängert…

 

Bei den Konsumkrediten in den USA soll die Quote der Kreditausfälle sogar rückläufig sein, wie die folgende Grafik zeigt, die auch bis 2004 zurückreicht. Von 2,36 Prozent zu Ende 2019 stieg die Quote auf 2,47 Prozent zu Ende März, und sank laut ganz frischen Daten zu Ende Juni auf 1,98 Prozent. Erklärung? Fast 40 Prozent der US-Bürger könnten in einem Notfall keine 400 Dollar aufbringen: Das hat die US-Notenbank per Umfrage ermittelt. Wie geht das?

Bis Ende 2021 wird die Zahl der Insolvenzen in den USA um voraussichtlich 43 Prozent steigen. Das prognostiziert der Kreditversicherer Coface. Für das BIP der Vereinigten Staaten erwartet Coface einen Rückgang im laufenden Jahr um 5,6 Prozent. 2021 dürfte es wieder um 3,3 Prozent zulegen.

Quelle: Insolvenz-portal.de

 

Warum ist das so wichtig? Weil Corona dies als Katalysator beschleunigt hat. Achtung, meine Meinung…

Erst waren die Firmen betroffen, die selbst keinen Absatz mehr hatten. Hier meine ich u.a. Cafés oder Kinos. Dann kamen Firmen dazu, die von Folgen anderer Firmen betroffen waren. Hier meine ich u.a. Lieferabhängigkeiten, z.B. habe ich keine Ware mehr bekommen. Und was nun 2022 folgen wird, sind Unternehmen, die selbst Unternehmen als Kunden haben und nun Probleme bekommen. Wenn der Kunde deines Kunden nicht mehr kauft, dann bekommst auch du irgendwann Probleme…Dies wird meines Erachtens passieren, wenn Rohstoffe so knapp und teuer werden, dass z.B. Handwerker keine Dienstleistungen mehr profitabel oder bezahlbar durchführen können. Also werden Bauträger Probleme bekommen oder Holzhändler. Oder moderneres Beispiel: Wenn du eine HR-Software für Bewerbungsprozesse anbietest und deine Kunden sind Unternehmen, die aufgrund der Situation keine Leute mehr einstellen, dann bekommst du ein Problem.

 

Könnten also Insolvenzen das Problem werden?

 

 

Naja, wir haben in Deutschland das Insolvenzgesetz so geändert, dass eine Insolvenzanmeldung nur während der Coronakrise gemacht werden muss, wenn das Unternehmen vorher nicht liquide und gesund war, also nur wegen der Krise Engpässe hat. Es musste also keiner Insolvenz anmelden. Die Zahl wird also erst 2022 wirklich interessant. Aber gucken wir uns die Statistik trotzdem an…

Zusammenfassung bisher:

Die Menschen haben nicht mehr Geld, die Preise für Immobilien steigen aber werden mit mehr Schuldenaufnahmen bezahlt…Und obwohl wir eine Krise haben, steigen die Ausfallquoten nicht… Das würde dann ja bedeuten, dass wir nicht mehr Arbeitslose bekommen haben, welche in Zahlungsschwierigkeiten gekommen sind, oder?

 

Arbeitslosenquoten vor und nach Corona

 

Quelle: ec.europa.eu

Im Februar 2021 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Euroraum bei 8,3 %, unverändert im Vergleich zu Januar 2021 und ein Anstieg von 7,3 % gegenüber Februar 2020. Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Februar 2021 bei 7,5 %, ebenfalls unverändert im Vergleich zu Januar 2021 und ein Anstieg von 6,5 % gegenüber Februar 2020. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

 

Man könnte sich ja angucken wie hoch die Arbeitslosigkeit in den USA in den bisherigen Krisen war und dann gucken, ob sie ähnlich hoch ist….

Quelle: Statista.de

Zusammenfassung bisher:

 

Wir haben Millionen mehr an Arbeitslosen, das Einkommen ist nicht gestiegen, Wohneigentum wird teurer, man bezahlt diese mit mehr Schulden, trotz Krise und hoher Arbeitslosigkeit gibt es aber proportional nicht mehr Insolvenzen und keine signifikante Steigerung der Kreditausfälle… Dann müsste ja jeder einfach mehr Geld haben, obwohl wir nicht mehr verdienen, oder? Woher soll das Geld denn sonst kommen? Bevor wir nun aber auf den Hauptaspekt meiner Prognose kommen, gucken wir uns den Aktienmarkt an. Warum? Wenn Immobilienpreise steigen, dann entweder, weil man eine sichere Sachanlage wünscht oder weil zu viel Geld am Markt vorhanden ist und man dies in Aktien, Immobilien und Gold investiert…

 

Der Crash am Aktienmarkt

 

Ob der Aktienmarkt überhitzt ist, misst man an unterschiedlichen Faktoren. Ein Aktienkurs entsteht immer durch Angebot und Nachfrage, soll aber den realen wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens widerspiegeln. Dies ist zumindest meine Definition von einem funktionierenden Markt.

 

Kennen Sie die Dienstmädchenhausse? Heute ist jeder Virologe und Daytradingprofi

 

Ein einfaches Phänomen einer Blase. Sprechen alle Ihre Freunde über Aktientipps, Verwandte und Kollegen über Crypto Chancen und einfach jeder über Spekulationen ohne Finanzbackground, dann sprechen wir von diesem Mythos.

„Eine Dienstmädchenhausse (auch: Dienstmädchen-Hausse, Dienstmädchen-[os], französisch für Anstieg, Steigerung) ist unter Wertpapierhändlern die Bezeichnung für steigende Börsenkurse, die vor allem durch Käufe wenig informierter Kleinanleger getragen werden und die letzte Phase einer Spekulationsblase anzeigen können. Das Phänomen ist auch als Dienstmädchen-Spekulation, Putzfrauenhausse oder Hausfrauenrallye bekannt.“ (Quelle: Wikipedia.org)

Kommt Ihnen das bekannt vor? Wenn also viele Unwissende ihr Geld in Aktien investieren, vielleicht auch in Immobilien, dann steigt die Nachfrage nach Aktien und somit auch der Kurs, obwohl das Angebot und die reale wirtschaftliche Leistung die Gleiche ist wie vorher. Rational ist das nicht zu erklären, aber man sieht dies immer in Verbindung mit sogenannten Margin Debts.

 

Was sind Margin Debts? Schulden auf Pump, um in Aktien zu investieren

 

 

Das sind Schulden von Investoren bei ihren Brokern, um damit in Aktien zu investieren. In Tom-Sprache: Aktien auf Pump, Buddy. Hat man nur Cash, dann gibt es auch keine Margin. Margin-Kredite erwirtschaften dem Broker tägliche Zinserträge und alles ist gut, solange der Wert der Aktien nicht auf den Margin-Wert fällt, denn sonst werden die Verluste ja nicht gehebelt. Tom-Sprache: Geld verlieren, das du hast, ist doof. Denkt aber jeder, dass er Profi ist und nimmt Schulden ohne Plan auf, um diese in Aktien zu investieren, dann steigen die Kurse, obwohl die Wirtschaft aktuell am Boden liegt, zumindest nicht gleich linear der Kurse angestiegen ist….

Lasst uns die Kurse mit den Margin Debts vergleichen…Die Schulden steigen gleich der Aktienkurse, ohne dass die Wirtschaft gestiegen ist, höher, nein, auf das doppelte Niveau der letzten Finanzkrise, und alles ist cool?

Aber woher wissen wir, dass die reale Wirtschaft nicht linear gleich der Margin Debts gestiegen ist? Hier gucken wir uns das KGV an, also das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Für Laien: Wenn der Kurs immer weiter steigt, der Umsatz aber stagniert, ist das blöd. Man bewertet zwar zukünftige Einnahmen und Entwicklungen per abgezinstem Barwert in den heutigen Preis mit ein, aber das Verhältnis sollte schon stimmen, zumindest die Entwicklung. Um dies zu messen, gibt es den: Case Chiller Wert

 

Case-Chiller Wert

 

 

Die „S&P 500 Price to Sales Ratio“ drückt das Kurs-Umsatz-Verhältnis aus, bezogen auf einen der wichtigsten US-Börsenindices.

Quelle: S&P/Case-Shiller U.S. National Home Price Index (CSUSHPINSA) | FRED | St. Louis Fed (stlouisfed.org)

 

Auch hier sehen wir, dass das Verhältnis gesamt von Kurs zu Gewinn noch nie weiter auseinander war, auch deutlich höher als in der Dotcom Blase 2000 und der Finanzkrise 2008…

 

Man könnte sagen: Naja, solange die Zinsen nicht für die ganzen Schulden steigen, oder?

 

Der Knackpunkt: Die Inflation, die Geldmenge und der Kreditzins auf Allzeit-Maximus

 

Inflationsrate früher und heute

 

Dazu ein kleiner Exkurs. Was ist eine Inflation? Wer misst sie? Dies Das Ananas…

Wenn Preise steigen, das Einkommen aber nicht, dann kann ich mir mit meinem Gehalt immer weniger kaufen. Das Geld wird also weniger wert, es kommt zur Geldentwertung, also zur Inflation. Ob man sich mit einer Geldeinheit nun mehr oder weniger kaufen kann, nennt man Kaufkraft. Bekomme ich heute für einen Euro noch 1 Gramm Dope, dann weiß ich, dass das Dope in 10 Jahren wohl teurer wird und mein Geld heute in 10 Jahren also weniger wert sein wird als heute. Natürlich ändern sich Preise auch mal temporär und aufgrund von Angebot und Nachfrage sehr schwankend (volatil), deswegen misst man das nicht an einem Tag (stichtagsbezogen), sondern mit dem Wert der Preisniveauerhöhung, also des gewichteten Durchschnittswertes. Aber es gibt doch Millionen an Produkten und Dienstleistungen, welches System misst also all diese Preise? Das geht natürlich nicht, daher misst man bestimmte Güter und Dienstleistungen, nämlich jene, die das Leben von Durchschnittsbürger Kevin am besten wiedergeben. Man nimmt also Produkte und Dienstleistungen pro Zeiteinheit und pro Region, wirft diese in einen „repräsentativen Warenkorb“ (Wohnen, Klamotten, Möbel, Kosmetik, Nahrung, Benzin, Party usw.) des alltäglichen Lebens, gewichtet diese nach Kaufkraft und anderen Faktoren und vergleicht nun nicht die Preise, sondern den Preisanstieg von heute zu letztem Jahr. Das nennt man Inflation. Damit also dein Geld nicht immer weniger wert wird, gibt es die EZB, die Europäische Zentralbank. Die hat natürlich noch andere Aufgaben. Sie soll die Währungsreserven verwalten, Zahlungssysteme fördern und hat weitere leere Phrasen, damit es so aussieht, als tue sie noch etwas anderes als die Inflation zu steuern. Das Ziel ist eine Inflation unter oder nahe oder bei exakt 2 %. Warum nicht 0 %? Durch ein Inflationsziel über Null lässt sich vermeiden, dass einige Länder oder Regionen sehr niedrige oder sogar negative Inflationsraten tragen müssen, um die höheren Inflationsraten anderer Länder auszugleichen. Aber wie macht die EZB das?

 

Die EZB SOLL unabhängig sein. Warum das nicht ganz der Fall ist, dazu gleich mehr. Die EZB gibt einen Leitzins raus. Dieser wird von der EZB bestimmt. An diesem Leitzins orientieren sich der Spitzenrefinanzierungszins und der Einlagenzins. Diese haben Einfluss auf deine Inflation. Warum? Der Spitzenrefinanzierungszins (Spitzenrefinanzierungsfazilität) gibt einen Wert in Prozent an, den Banken zahlen müssen, wenn sie sich bei der EZB über Nacht Geld leihen wollen. Zum Beispiel dann, wenn sie mehr Eigenkapital vorhalten müssen oder weil sie zu wenig liquide Mittel für den nächsten Tag haben. Der Einlagenzins ist das Gegenteil, also der Wert in Prozent, den die Bank bekommt, wenn sie zu viel übrig hat und das Geld über Nacht der EZB leiht. Aber zurück zum Thema: Ist der Leitzins bei 0 oder sogar im Minus, dann können sich Banken umsonst Geld von der EZB leihen. Eine Bank funktionierte früher so: Kunde zahlt Geld ein -> Kunde bekommt dafür 4 % Zinsen im Jahr. Bank sammelt von allen Kunden das eingezahlte Geld und gibt davon einen Teil als Kredit raus, z.B. für 8 % Zinsen. Die Differenz ist der Gewinn der Bank. Aber so funktioniert die Bank heute nicht mehr. Warum? Der Leitzins ist im Minus, die Bank kommt bei der EZB also günstiger an Geld als über die Einlagen der Kunden (würden alle Kunden ihr Geld heute haben wollen, hätte die Bank ein Problem, jede Bank, das nennt man Ponzi-System) und die Bank muss sogar der EZB Geld zahlen, wenn sie Geld übrig hat, anstatt etwas dafür zu bekommen. Die Folge: Einlagen von Kunden werden nicht mehr verzinst, die Bank leiht sich billiges Geld bei der EZB und vergibt dadurch Kredite zu sehr niedrigen Zinsen, die Differenz ist ja weiterhin das Geschäftsmodell der Bank. Nun kommt nur eine Besonderheit hinzu. Die Bank darf Geld erfinden. Zahlt ein Kunde 1 Euro ein, so darf die Bank bis zu 10 Euro an Kredit rausgeben. Umso günstiger der Leitzins, umso günstiger kann sich die Bank Geld leihen, Leute mit Kohle müssen Geld bei der Bank für die Einlagen zahlen, die Kreditzinsen sind niedrig und locken hohe Nachfrage an, es entsteht wie aus dem Nichts viel Geld, das, so hofft die EZB, in Konsum ausgegeben wird und somit die Wirtschaft ankurbelt, solange bis die Preise und das Niveau wieder bei nahezu 2 % liegt. Dann werden die Leitzinsen wieder erhöht usw.

 

 

Leitzinsentwicklung

Okay, du hast gelernt, dass wenn die Leitzinsen lange auf 0 oder sogar im Minus sind, dann müsste die Inflation ja wieder steigen, oder? Tut sie aber nicht. Warum? Weil die Menschen das viele Geld und die Schulden nicht in Konsum stecken, sondern investieren, nämlich in Aktien und Immobilien, und genau das ist ja der Grund, warum die Preise von Häusern steigen, obwohl das Einkommen nicht steigt und Aktienkurse explodieren, obwohl der Gewinn nicht mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis steigt.

 

Das Problem: Das Gleiche wie in der Finanzkrise 2008. In Tom-Sprache… Viele nehmen Kredite auf, um sich Häuser zu kaufen, die Darlehen haben keinen festen Zins, sondern sind variabel. Steigen die Zinsen, dann auch die Rate, bis du dein Haus nicht mehr bezahlen kannst. In den USA gibt es bloß ein anderes Insolvenzrecht. Bei uns haftest du mit deinem Vermögen. In den USA gibst du den Schlüssel ab. Nun gab es clevere Banken, die haben Kredite, die sie herausgegeben haben, gebündelt und als Anleihe verkauft. Man nehme schlechte Kredite, packe sie zusammen und sage: Coole Anleihe, kauft diese. Man nennt dies ABS und oder MBS, für mortgage-backed securities (darüber habe ich meine Diplomarbeit zum Dipl.-Bankbetriebswirt geschrieben als ich noch ein Banker war). Banken kauften den Schrott untereinander und als die Zinsen stiegen, manche Menschen hatte mehrere Darlehen pro Haus, die Häuserpreise jedoch nicht mehr mit, konnte keiner mehr die Raten zahlen und gab sein Haus ab. Die Immobilienpreise waren auf Höchstniveau, da die Nachfrage sank, sanken auch die Preise und somit die Sicherheiten. Kurz und knapp: Boom….

 

Aber warum ist das für jetzt wichtig? In Deutschland schreibt man den Zins für sein Darlehen meist für 10-20 Jahre fest. Das macht für dich als Kunde Sinn. Steigen die Zinsen in 10 Jahren und will die Bank nach dieser Zeit den Zins neu verhandeln, welcher sich an dem Leitzins in 10 Jahren orientiert (er ist jetzt bei 0, also wird er wohl potenziell wieder steigen auf 4-8 Prozent), dann kann es sein, dass du in 10 Jahren doppelt so viel an Raten hast wie heute. Doof, oder? Erst recht, wenn das Einkommen nicht steigt. Genauso doof, wenn der Wert deiner Immobilie sich in 10 Jahren nicht verdoppelt hat… Das Geld war so günstig wie nie, also haben so viele Menschen wie nie ein Haus auf Kredit gekauft, das ging 2017 richtig los. Spulen wir 10 Jahre weiter. Der Zins ist doppelt so hoch, was passiert… Welcome 2008 again….

 

Kreditzinsen

Aber hat das solchen Einfluss auf meine Rate? Wir nehmen 350.000 € für ein Haus in 2017 auf, Zins 0,6 % und tilgen gute 1,5 %. Wir zahlen 612,50 € pro Monat. Nach 10 Jahren will die Bank den Zins neu verhandeln:

Nach 10 Jahren musst du noch 295.909 € zurückzahlen. Warum so viel? Versteht keiner… Das nennt sich Annuität. Tom-Sprache: Du zahlst monatlich den gleichen Betrag, darin enthalten: Tilgung und Zins. Der Zins berechnet sich anhand der Restschuld. Am Anfang ist noch viel Rest übrig, also zahlst du von deinem fixen monatlichen Betrag auch viele Schulden, umso mehr du zurückzahlst, umso geringer wird der Rest, umso geringer der Zins und dadurch vom fixen Betrag mehr Tilgung, also Rückzahlung.

Naja, die Zinsen sind wieder auf 3 % gestiegen und wir wollen wieder für 10 Jahre verhandeln. Booom. Die Rate hat sich verdoppelt…

 

Aber zurück zum Thema…Die Inflation wird aber nicht nur durch den Preisindex oder den Leitzins beeinflusst, sondern auch durch die Geldmenge. Wie geht denn das? Umso mehr Geld im Umlauf ist, umso mehr kann ausgegeben werden, irgendwer bekommt das Geld und kann damit im besten Fall Mitarbeiter einstellen, die Wirtschaft steigt. Die EZB kann auch dies lenken, indem sie Anleihen, in dem Fall Staatsanleihen, kauft. Deutschland braucht Geld, daher erstellt Deutschland einen Schuldschein in Form einer Staatsanleihe. Diese wird aber nicht von Bürgern gekauft, sondern von der EZB, und das Geld bekommt natürlich Deutschland. So entsteht aus dem Nichts Geld. Und es ist noch nie so viel Geld entstanden wie heute…

 

Geldmenge & Umlaufgeschwindigkeit

 

 

Das Geld, welches im Umlauf ist, wird in M1 bis M3 betitelt, je nachdem wie schnell man es flüssig machen kann.

Es ist also so viel Geld im Umlauf wie noch nie zu vor, aber die Leute geben es nicht für Konsum und Wirtschaft aus, sie stecken es in Aktien, deren realer Wert nicht mit steigt, korrekt? Aber wie beweisen…? Wir messen die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, also wie oft ein 50 €-Schein durch mehrere Hände fliegt. Geben die Menschen immer mehr aus, weil so viel Geld da ist und die Preise niedrig sind, dann wäre der Wert hoch, zumindest würde der Wert gleich der Menge steigen, korrekt?

Der Beweis: Das Geld wird in Bitcoin, Aktien, Sparvermögen und Immobilien investiert.

„Den Dollar gibt es schon eine ganze Weile. Es gab viel Zeit, um viele Dollar zu drucken. Trotzdem sind 20 % aller Dollar, die jemals gedruckt wurden, in diesem Jahr entstanden. In Europa ist das nicht anders. In Ländern, die nach der Finanzkrise kein QE vorgenommen haben, ist der Prozentsatz noch deutlich höher. In Kanada wurden 75 % aller kanadischen Dollar in 2020 gedruckt.“

Quelle: godmode-trader.de

 

Gucken wir uns nochmal die Inflationsrate an…

Sie ist doch bei 2 %, warum steigt dann der Leitzins nicht wieder? GUTE Frage!!!! Weil die EZB nicht ganz so unabhängig ist wie sie sein sollte. Was würde passieren, wenn die EZB die Zinsen erhöht, zumindest mit den Staatsschulden??

Wir haben gesehen, dass die Staaten so verschuldet sind wie noch nie. Aktuell kein Problem, aber erinnern wir uns an den Darlehensnehmer nach 10 Jahren. Steigen die Zinsen, dann muss auch der Staat deutlich mehr von seinen Staatseinnahmen für Schulden bezahlen, hat also weniger Geld für die Wirtschaft usw. zur Verfügung. Die Folge: Weniger Investitionen und Rezession…aber die haben wir ja jetzt schon.Ein Teufelskreis, aus dem wir nicht mehr herauskommen… Was passiert also, wenn die EZB die Preise erhöht? Das gab es in China…Und die Aktien reagierten mit bis zu 15 % Kursverlust an einem Tag…

 

 

Warum ist die uns übermittelte Inflationsrate falsch? Weil die Inflation nur anhand des Preisindexes gemessen wird. Wir haben aber gelernt, dass auch die Geldmenge Einfluss auf die Inflationsrate haben kann. Gucken wir uns die Zahlen mal anders an.

Die wahre Inflationsrate ist so hoch wie noch nie zuvor. Es besteht sogar das Risiko einer Hyperinflation. Warum? Die Geldmenge ist schon so gewachsen wie noch nie zuvor. Aber lasst uns noch eine Sache klären. Wer ermittelt denn den Verbraucherpreisindex und liegt hier vielleicht der Fehler? Hat sich das jemals einer durchgelesen?!

Die Corona Maßnahmen werden meines Erachtens extra versucht hinauszuzögern. Die Inflation liegt am 14.07 in den USA schon bei 5,4 %. Gehen alle wieder konsumieren, steigen die Preise und die Inflation steigt so schnell in die Höhe, dass die Zentralbanken schneller als geplant den Leitzins anheben müssen, was die Krise auslösen wird.

 

Der Fehler in der Berechnung der Inflation

 

Zitat: „Bei der Berechnung des Verbraucherpreisindexes geht man von einem "Warenkorb" aus, der sämtliche von privaten Haushalten in Deutschland gekaufte Waren und Dienstleistungen repräsentiert. Der Warenkorb lässt sich auf zwei Ebenen betrachten.

 

Die obere Ebene umfasst rund 650 Güterarten wie beispielsweise Speisesalz, Kinderhose, Taxifahrt oder Zeitschrift. Diesen Güterarten sind Wägungsanteile (Gewichte) zugeordnet, mit denen die jeweiligen Preisentwicklungen in den Gesamtindex einfließen. Auf dieser Ebene bleibt der Warenkorb einschließlich der Gewichte über fünf Jahre konstant.

Für die Güterarten der oberen Ebene des Warenkorbes werden anschließend in jedem ausgewählten Geschäft konkrete Einzelprodukte, zum Beispiel eine Packung mit 500 g Jodsalz, für die Preismessung ausgewählt. Diese konkreten Einzelprodukte stellen die untere Ebene des Warenkorbes dar. Auf dieser Ebene der einzelnen Preisrepräsentanten wird der Warenkorb ständig angepasst, da wegfallende oder an Marktbedeutung verlierende Güter ersetzt oder neue Gütervarianten aufgenommen werden.

 

Die Auswahl von Produkten erfolgt in Form von repräsentativen Stichproben. Hierfür wird zunächst das gesamte Bundesgebiet in 94 Regionen aufgeteilt. Im Anschluss werden in jeder dieser Regionen in der Regel repräsentative Städte und Gemeinden, dort dann repräsentative Geschäfte und darin die am häufigsten verkauften Produkte, ausgewählt. Die Zahl der ausgewählten Produkte orientiert sich tendenziell am Anteil der Ausgaben für eine Güterart an den gesamten Ausgaben für den privaten Konsum. Auch für weniger bedeutende Bereiche müssen Produkte aufgenommen werden, um die gesamte Bandbreite des privaten Konsums abzudecken.

 

Für die Messung der Preisentwicklung der einzelnen Güter des Warenkorbes werden monatlich mehr als 300.000 Einzelpreise in Handels- und Dienstleistungsunternehmen manuell erhoben. Diese bisher übliche Preiserhebung umfasst einerseits die dezentrale Preiserhebung durch Preiserheberinnen und Preiserheber in Geschäften in ganz Deutschland, und andererseits die zentrale Preiserhebung, welche hauptsächlich als Erhebung im Internet erfolgt.

Beim Preisvergleich werden auch Mengenänderungen eingerechnet. Verringert zum Beispiel ein Anbieter die Verpackungsgröße eines Produktes bei gleichbleibendem Preis, wird dies in der Preisstatistik wie eine Preiserhöhung behandelt.

 

Weiter im Text:

Die wesentliche Basis für die Berechnung des Wägungsschemas ist die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe. Die rund 60.000 Teilnehmer dieser Haushaltsbudgeterhebung zeichnen alle fünf Jahre freiwillig einige Monate lang ihre Einnahmen und Ausgaben auf und übermitteln diese Informationen an die Statistischen Landesämter.

Und jetzt fassen wir mal zusammen: Lebensmittel sind, gemessen an der Kaufkraft in Deutschland, zwei Prozent teurer als in anderen europäischen Staaten, so weit so gut. Aber wir sind Marketingprofis. Viele der enthaltenen Lebensmittel sind Lockwaren und dauerhaft preiswert und im Angebot, damit man durch den ganzen Supermarkt läuft und dann noch andere Lebensmittel mit kauft. Das wissen auch die Supermärkte in den 94 Gebieten in Deutschland. Dass die anderen Lebensmittel nicht mit in die Statistik einfließen, halte ich daher für einen Fehler. Auch wird zwar das Internet berücksichtigt, aber mit Sicherheit nicht das Kaufverhalten. Auch hier müsste man prüfen, ob man sich die Idealo-Preise anguckt oder wieder einen gleitenden Durchschnitt zieht. Kauft jemand eine Waschmaschine eher bei Mediamarkt, so ist es Proteinpulver eher bei Amazon, egal wie teuer es ist. Und der Hammer: alle 5 Jahre? 2020 wurde der Warenkorb zuletzt neu zusammengesetzt, sind nun auch erstmals Spotify und Netflix enthalten anstatt der DVD und CD? Das Leben in der Aufmerksamkeitsökonomie ist schnelllebiger als fünf Jahre, und das Konsumverhalten ändert sich m.E. jährlich. Nahrungsmittel sollen 9,7 % vom gesamten Warenkorb ausmachen? Wohnen nur 32 %. Prüfe mal in den Städten, ob du mit 32 % für Miete, Nebenkosten wie Wasser, Gas und Öl und Internet sowie GEZ hinkommst. Mieten explodieren so stark, dass wir eine Mietbremse vom Staat erhalten, aber von 2015 zu 2020 hat sich der Wert im Portfolio nur um 0,8 % verändert? Sehr repräsentativ… Der Wert kann niemals stimmen! Und bevor ich es vergesse: Bildungswesen machen 0,9 % vom Gesamt aus…. Kommt das bei dir hin? Der Wert für Autokauf, also Tilgung und Rate, soll 55 € ausmachen. Hast du dir schon mal für 55 € ein Auto geleast oder eine vergleichbare Rate für einen Autokredit angeboten bekommen?

 

Wer Lust hat, der kann seine eigene Inflationsrate messen lassen. Rate mal, wie viel bei meiner Freundin steht: 4,8 %...

ACH JA: IMMOBILIEN sind nicht enthalten, nur „Wohnen“!

 

Das heißt mehr Geld kann man schon fast gar nicht durch Maßnahmen an die Menschen bringen. Der Leitzins ist schon im Keller. Die Inflationsrate liegt im Juni 2021 bei 2,3 %, jedoch sehr getrieben durch den Rohstoffmangel, welcher die Ölpreise steigen lässt. Was passiert jedoch, wenn die Wirtschaft nach Corona wieder steigt, die Arbeitslosenquoten sinken? Dann steigt auch wieder das BIP…Die Unternehmen, die versucht haben, die Preise in der Coronakrise zu reduzieren, um den entgangenen Umsatz wieder anzukurbeln, werden die Preise wieder erhöhen und, zack, Hyperinflation. Mehr dazu jedoch zu meinen Schlussworten und meinem Projekt für einen Algorithmus zur Erkennung einer Blase mit Drittdaten.

 

Rohstoffe

 

Ein Grund für den Anstieg der Inflationsrate sind die gestiegenen Rohstoffpreise. Wir haben ja gelernt, dass vor jedem Crash diese Stoffe rar werden. Also gucken wir uns auch das genauer an.

Post Corona steigt der Absatz weltweit wieder. Da wir oft durch Globalisierung die Produktion ins Ausland zentriert haben, bekommen wir nun starke Rohstoffpreisanstiege, da diese limitiert sind. Merke: Hohe Nachfrage nach einem Gut plus Knappheit = Preisanstieg als natürliche Selektion.

„Die "Financial Times" berichtet, in den vergangenen acht Wochen hätten sich die Frachtraten auf der wichtigsten Schifffahrtsroute zwischen China und Nordeuropa verdreifacht.“ Quelle: Manager-Magazin.de

Dadurch entstehen längere Lieferzeiten und man wäre bereit, mehr zu zahlen, die Anbieter des knappen Guts erhöhen die Preise. Hinzu kommen noch die Märkte Holz und Stahl sowie Verpackungen. Man sieht das bei Thermoboxen aus Styropor. Der Preisindex dafür stieg in Asien von 1.020 USD auf 1.500 USD, das sind fast 50 %.

 

Betrachtet man alle Rohstoffe zusammen, dann sind die Preise seit Jahresanfang um 12 % gestiegen. Messen tue ich das mit dem 20 Rohstoff Future. Und man sieht davon nichts in der Inflationsrate? Aluminium stieg um 50 %, warmgewalzte Stahlbänder um 11 % usw.

Asset-Backed Securities oder wie man sie auch nennen möchte | Fannie Mae und Freddie Mac

 

Immer dann, wenn viele Namen für den gleichen Mist erfunden werden, sollte man genau hingucken. Aber für Laien: Man nehme viele Kredite von Kreditnehmern, packe diese in einen Topf bestehend aus AAA bis BBB Ratings, mische diese gut durch und bringe den Topf als Anleihe raus. Scheiße in Scheiße verpackt. Warum? Enthalten sind alle Ratings, also auch mit Krediten, die eine hohe Ausfallquote haben. Da diese aber mit anderen besseren Ratings nur noch in einer Einzelnote bewertet werden, wird die künstliche Ausfallquote einfach verbessert. Genau durch so einen Mist ist die Finanzkrise 2008 entstanden, durch Massen an ABS und fragwürdigen Ratings dafür. Sie heißen CDO (Collateralized Debt Obligation), ASB, MBS (Mortgage-Backed Securities) und meinen trotzdem alle das Gleiche. Nun könnte man denken, dass sich sie Kreditrichtlinien an bonitätsschwache Kreditnehmer durch die Bankenaufsicht verbessert haben oder man den Handel mit ASB sein lässt….der war gut …

 

Wie prüfen wir das? Wir gucken uns Fannie Mae und Freddie Mac an und vorher: Wenn Preise der Häuser steigen, dann werden mit hoher Sicherheit eher viele alte Häuser verkauft als neue, oder? Denn bei den niedrigen Zinsen kann ich mir das Haus ja so günstig wie noch nie finanzieren. Der Verkauf neuer Häuser sollte also nicht steigen…

Hypothekenbank

 

Fannie Mae (eigentlich Federal National Mortgage Association, FNMA) ist ein staatlich gefördertes US-Unternehmen, welches 1938 im Rahmen des New Deals als staatseigene Bank gegründet und 1968 privatisiert wurde. Bei der Privatisierung wurde das ursprünglich aus einer Verballhornung des Kürzels FNMA entstandene Fannie Mae als Name übernommen, unter dem das Unternehmen auftritt. Die Firma lautet aber weiterhin Federal National Mortgage Association.

 

Sie ist eine reine Hypothekenbank und das weltweit größte Institut in dieser Sparte. Die Hypotheken werden durch den US-amerikanischen Staat weder garantiert noch refinanziert. Als staatsnahes Unternehmen erhält Fannie Mae allerdings erstklassige Bonitätsbewertungen von den Ratingagenturen und kann sich so zu einem günstigeren Zins refinanzieren als andere Banken. Der Umsatz im Jahr 2014 betrug 25,855 Mrd. US-Dollar.

 

Freddie Mac (Federal Home Loan Mortgage Corporation) ist eine börsennotierte US-amerikanische Hypothekenbank mit Firmensitz in Tysons Corner, Virginia. Freddie Mac kauft Hypothekenkredite von Banken, fasst diese Kredite zusammen und bringt sie als hypothekenbesicherte Wertpapiere (mortgage-backed securities) auf den Kapitalmarkt. Der heutige Name des Unternehmens leitet sich als Quasi-Akronym aus der Abkürzung seines ursprünglichen Namens Federal Home Loan Mortgage Corporation (FHLMC) ab.[3]

 

Freddie Mac ist ein staatlich gefördertes US-Unternehmen (government-sponsored enterprise) und wird vom Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO) beaufsichtigt. Derzeit ist das Unternehmen die zweitgrößte Hypothekenbank der Vereinigten Staaten.[4] Die Bank erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 14,263 Mrd. US-Dollar.

Und wie groß sind diese Unternehmen? In den letzten Jahren hat Freddie Mac zwischen 17 % und 20 % der vergebenen US-Wohnhypotheken erworben.

 

Nach Schätzungen von Moody’s Analytics etwa sind zum Jahresende 2020 bis zu 70 Milliarden Dollar an Mietschulden aufgelaufen, weil Millionen Haushalte nur zum Teil oder gar nicht gezahlt haben. Vor der Finanzkrise waren 1 Million Haushalte im Zahlungsverzug. Vergleicht man das mit den aktuellen Zahlen ist das mehr als kritisch. Die Preise der Immobilien steigen und die Menschen haben aber nicht mehr Geld. Sinken die Immobilienpreise, wollen die Banken mehr Sicherheiten. Eine Bank finanziert normalerweise 80 % des Beleihungswertes (der zu erwartende Preis bei einem Verkauf). Sinkt der Preis ist die Immobilie nur noch 300.000 USD statt 400.000 € wert, die Bank hat aber 320.000 USD finanziert.

 

 

Und wie ist das aktuelle Rating?

Es fehlt „positive“! Stable und Negative…Aber die höchstmögliche Bonität. Das würde bedeuten, dass die Ausfallquoten aktuell (letzte Bewertung der Ratingagenturen war im März 2021) nicht über der Benchmark liegen. Und komisch, dass seit der Coronakrise lieber kein neues Rating in Auftrag gegeben wurde, oder? Aber Ratings können doch nicht falsch sein, oder? Guck dir Wirecard an, das Rating, den testierten Jahresabschluss…

 

Wie sahen denn die Ratings vor und während der Finanzkrise aus?

Alles klar…Aber beginnt vielleicht schon der Crash, ohne dass wir das merken?

 

Gucken wir uns den Aktienkurs von FNMA über die gesamte Zeit an und dann die letzten Monate:

Und wie ist die Prognose? Zum Beispiel von Coface, einer der größten Kreditversicherer der Welt, dessen Chef sagte: „Bis Ende 2021 wird die Zahl der Insolvenzen in den USA um voraussichtlich 43 Prozent steigen. Das prognostiziert der Kreditversicherer Coface.“

Und aktuell sehen die Insolvenzen wie aus?

 

Die Zahl der Pleiten ist in den USA auf den höchsten Stand seit 2005 gestiegen, innerhalb eines Quartals wurden mehr als 400.000 Insolvenzen gemeldet. Das sind neun Prozent mehr als im Zeitraum von Januar bis März. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Insolvenzen sogar um elf Prozent gestiegen. Im gesamten Jahr der Betrachtung, das am 30. Juni endete, erhöhte sich die Zahl der Pleiten um 20 Prozent auf 1,57 Millionen.

Aber die Ratings bleiben!!! Aber wie kann ich dir den Schwindel beweisen? Wir gucken uns folgende Zahlen und Zitate der CEOs an:

 

Kan fügte hinzu: "Das rasche Wachstum der Hauspreise in weiten Teilen des Landes, angetrieben durch ein unzureichendes Wohnungsangebot, belastet den Kaufmarkt und treibt die durchschnittlichen Kreditbeträge in die Höhe." 

 

Der aktuelle Forbearance and Call Volume Survey der Mortgage Bankers Association (MBA) zeigt, dass die Gesamtzahl der Kredite, die sich in Forbearance befinden, um 24 Basispunkte von 4,90 % des Portfoliovolumens der Servicer in der Vorwoche auf 4,66 % zum 4. April 2021 gesunken ist. Nach Schätzungen der MBA befinden sich 2,3 Millionen Hausbesitzer in Forbearance-Plänen.

 

Noch schlimmer: Ginnie Mae loans in forbearance decreased 32 basis points to 4.78%, while the forbearance share for portfolio loans and private-label securities (PLS) increased 2 basis points to 7.94%. Private-label mortgage backed securities are securitized mortgages that do not conform to the criteria set by the Government Sponsored Enterprises Freddie Mac, Fannie Mae and Ginnie Mae.  The mortgages that make up these securities do not have the backing of the government and as a result carry a significantly greater risk.  Below is a diagram that represents the types of mortgages that would not classify as GSE conforming loans. By stage, 10.8% of total loans in forbearance are in the initial forbearance plan stage, while 82.7% are in a forbearance extension. The remaining 6.5% are forbearance re-entries.

 

7,94 %!!!!

 

Aber was sind Forbearance-Vereinbarungen? Forbearance steht im weitesten Sinne für „Zugeständnisse“ auf Seiten der Kreditgeber und bedeutet, Verhandlungen über die Nichtrückzahlung oder die verzögerten Zahlungen zu führen. Fast 5 % der Hypotheken… Aus dem Englischen übersetzt „Nachsicht ist im Rahmen eines Hypothekenprozesses eine besondere Vereinbarung zwischen dem Kreditgeber und dem Kreditnehmer, um eine Zwangsvollstreckung zu verzögern.“ Die wörtliche Bedeutung von Nachsicht ist "Zurückhalten“.

 

Und wenn so viele Insolvenzen bestehen, oder sagen wir mal Zahlungsschwierigkeiten, dann würde man als These attestieren, dass viele Hausbesitzer eine zweite Hypothek auf ihr Eigenheim aufnehmen, um wieder liquide zu sein. Gucken wir uns an, wie viele Hypothekenneuanträge es in den USA gibt?

 

„Die Daten der Mortgage Bankers Association (MBA) Builder Application Survey (BAS) für April 2021 zeigen, dass die Hypothekenanträge für neue Hauskäufe um 30,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen sind“.

 

Prediction & das „TI-Modell“ zur Vorhersage von Krisen

Luxus

Im Boom hat jeder mehr Geld als in der Rezession. Ich kenne es aus meinem eigenen Konsumverhalten. Man hat sein fixes Einkommen, man legt monatlich etwas zurück und sobald mal ein kleines Polster erreicht hat, macht man in seinem Leben Upgrades. Man fängt an, besseres Fleisch zu kaufen, konsumiert hochpreisiger und man leistet sich Produkte, die man sich vor Jahren nicht geleistet hat, Produkte, die lange auf der „Wunschliste“ warteten. Irgendwann hat man diese jedoch abgearbeitet und es entsteht eine (meine Bezeichnung) Luxus-Sättigung. Ob diese These stimmt, könnte man ja überprüfen, indem man guckt, wie viele Luxusautos verkauft wurden (die Menschen machen endlich ein Upgrade des Autos) oder an den Aktien von den Luxus-Anbietern wie GUCCI und Co.

Hier sehen wir, dass noch nie so viele Luxusautos verkauft wurden wie in 2020, während der Coronakrise.

 

Um 1,1 Mio. Kraftfahrzeuge erhöhte sich der Fahrzeugbestand im Vergleich zum Vorjahresstichtag und wies am 01.01.2021 rund 66,9 Millionen in Deutschland zugelassene Fahrzeuge auf (+1,6 %). Diese gliederten sich in rund 59,0 Millionen Kraftfahrzeuge (Kfz) und knapp 7,9 Millionen Kfz-Anhänger. Mit 48.248.584 Einheiten und einem Plus von 1,1 Prozent bildeten die Personenkraftwagen (Pkw) erneut die anteilsstärkste Fahrzeugklasse.

Die deutschen Automarken VW (21,0 %/+0,6 %), Mercedes (9,5 %/+2,1 %), Opel (8,8 %/-2,7 %), Ford (7,3 %/+0,5 %), BMW (7,0 %/+1,9 %) und Audi (6,8 %/+0,9 %) waren bei den Pkw am häufigsten vertreten. Die meisten Zuwächse bei den deutschen Automarken erzielten hingegen Mini (+5,9 %/1,0 %) und Porsche (+4,6 %/0,7 %), aber auch Smart konnte einen Zuwachs von 0,3 Prozent erzielen, bei einem Anteil von 1,0 Prozent.
Am 1. Januar 2021 waren 660.520 Oldtimer (Kfz und Kfz-Anhänger (+11,0 %)) mit und ohne Historienkennzeichen zugelassen, darunter 584.509 Pkw (+11,1 %).

 

Unter den deutschen Marken erreichten Smart (+123,0 %), Mini (+18,6 %) und Porsche (+3,6 %) Zulassungssteigerungen. Die weiteren Marken verzeichneten im Vergleich zum Vorjahresmonat Rückgänge, die bei Ford (-40,1 %), Mercedes (-28,3 %), Opel (-11,3 %) und Audi (-11,0 %) zweistellig ausfielen. Mit 20,6 Prozent war VW trotz eines Rückgangs (-9,7 %) erneut die anteilsstärkste deutsche Marke. Man könnte sich also die Autos mit geringen Emissionsklassen angucken und diese mit in die Prediction einbauen. Pariser Börse: Kernig

Investorenprofis

 

Hier sehen wir viele viele Endverbraucher in Aktien investieren.

Hauspreis USA

 

Juni 2021 WSJ.com

„The median existing-home sales price in May topped $350,000 for the first time, the National Association of Realtors said Tuesday. The figure was nearly 24% higher than a year ago, the biggest year-over-year price increase NAR has recorded in data going back to 1999.“

 

Suche nach Krediten

 

Dazu guckt man sich an, wie viele User die Suchphrase „Kredit“ oder „Umschuldung“ suchen, und raten Sie mal, diese ist auf Höchstniveau. Auch kann man sich angucken, wie viele Menschen bei Check24 nach Kreditvergleichen suchen. Und auch dieser Bereich, also die Kategorie „Ratenkredite“, hat den höchsten Anteil bei den Suchen.

 

Vermögensanlagen Gold & Crypto

 

Wie vorhin schon erwähnt, wenn Geld in Mengen zur Verfügung steht, dann investiert man in Aktien, Immobilien, Gold und alternative Währungen wie Krypto.

 

Gucken wir uns mal den Anstieg des Goldpreises an.

Auch hier sind wir auf Höchstniveau. Man könnte glauben, man bereite sich auf den Crash vor….

Und eins muss man dabei berücksichtigen. Immobilien sind knapp, Aktien volatil, aber seit einigen Jahren gibt es ja auch alternative Währungen, die nun im Hype auch zum Mainstream wurden, sodass Kleinanleger darin investieren. Das Geld fehlt dem Konsumkreislauf. Die globale Marktkapitalisierung von Crypto liegt bei € 1.15T, ein Rückgang von 1.99 % im Laufe des letzten Tages.

 

Das Volumen des gesamten Crypto Währungsmarktes der letzten 24 Stunden beträgt € 63.65B, was einen Rückgang von 1,63 % bedeutet. Das Gesamtvolumen von DeFi beläuft sich derzeit auf € 6.52B, 10,24 % vom 24-Stunden-Volumen des gesamten Cryptomarkts. Das Volumen aller Stablecoins liegt derzeit bei € 49.33B, was 77,50 % vom 24-Stunden-Volumen des gesamten Cryptomarkts darstellt. Quelle: Coinmarketcap.com.

Mehr dazu in meiner Schlussfolgerung, was passieren wird…

 

Zweitjobber

 

Bevor ich meinen Kredit nicht mehr zurückzahlen kann, suche ich mir einen Zweitjob, um mein Einkommen zu verbessern. In Deutschland waren es 1999 noch 1,8 Millionen mit einem Zweitjob, 2009 schon 2,8 Millionen und 2020 4,1 Millionen. In den USA wird dies nicht anders sein.

 

Warren Buffet

 

Warum selbst Gedanken machen, man kann ja gucken, was die schlausten Menschen der Welt machen. Warren Buffet, die Investment-Legende, hat kurzfristig den Bestand seiner liquiden Mittel um 5 % erhöht. Warum? Nimmt man an, dass eine Krise folgt, dann schichte ich mein Portfolio um. Ich lasse meine korrekten Titel im Portfolio, verkaufe meine überbewerteten Aktien, um Gewinne mitzunehmen, horte viel schnelles Geld, um wieder einzusteigen, wenn die Kurse gefallen sind.

 

IPO

 

 

Wenn man sich die Anzahl der IPOs anguckt, also wie viele Unternehmen an die Börse gehen, dann haben wir auch hier ein Allzeithoch. Man kann sich auch den First Trust IPO Index UCITS angucken. Dies ist ein ETF, also ein Fonds, der in Unternehmen investiert, die einen IPO machen, und investiert respektive hält nur an den Tagen um den Börsengang.

Girokonten für Reiche

 

Was viele nicht wissen: Es gibt die EU-Einlagensicherung. Das bedeutet für dich, dass dein Guthaben bis zu 100.000 pro Kunde und pro Bank auf Giro- und Tageskonten sicher sind. Mehr aber auch nicht, falls die Bank pleitegeht. Ich habe nicht so viel Geld, aber ich vermute, dass viele Vermögende daher ihr liquides Guthaben auf viele Banken aufteilen werden. So könnte man messen, ob die Angst der Reichen vor einem Crash steigt. Und auch hier ist die Anzahl der neuen Girokonten und Tagesgeldkonten in Deutschland proportional größer als die Anzahl der 18-Jährigen.

 

Ratings

 

ABS und MSG: AAA

SPACs: Der Fall Lilium

 

Ein SPAC ist ein Mantel an der Börse und eigentlich auch nichts Schlechtes. Normalerweise geht ein Unternehmen per Direktlisting an die Börse, man nennt dies IPO, bei Crypto ICO. Der Trend geht aber dahin, dass man mit einem SPAC an die Börse geht. Ich erkläre das: Eine Holdinggesellschaft geht an die Börse, ohne Gewinn, ohne Umsatz und ohne Geschäftsmodell. Mit dem SPAC kauft das Unternehmen dann Unternehmen, die noch nicht an der Börse sind und verleibt sich diese Unternehmen unter dem Mantel ein. Das gekaufte Unternehmen ist nun an der Börse. Um eins gleich vorwegzustellen: Ein gesundes Unternehmen geht weiterhin direkt an Börse. Warum gibt es dann SPACs...? Gucken wir uns den Fall Lilium an. Lilium ist ein Flugtaxientwickler und fusionierte mit dem SPAC von Quell Acquisition. Nun ist Lilium am Nasdaq. Und der Firmenwert? Lilium bekam ca. 380 Millionen Dollar aus dem SPAC und weitere Mittel von dem Investorenkollektiv, nochmal 450 Millionen Dollar, also zusammen 830 Millionen. Bisheriger Umsatz? 0 USD… Das Unternehmen arbeitet noch daran, dass der kommerzielle Betrieb der eigenen Flugtaxis bis 2024 starten kann. Bis dahin gibt es keine Dividenden, keine Gewinne oder Umsatznachrichten, nur Produktupdates.

Was passiert hier? Venture Capital für noch nicht operativ fertige Geschäftsmodelle wird nun an Kleinanleger übergeben. Das Risiko trägt nun nicht mehr der Venture-Partner, der sich mit seinem Fonds beteiligt, sondern Börsenteilnehmer. Lilium wurde mit 3,3 Milliarden Dollar bewertet. Es gibt aber keinen Gewinn, kein fertiges Produkt, keine Flugerlaubnis, keinen Beweis, dass das Modell auch von der Bevölkerung angenommen wird, zumindest nicht so schnell usw.

 

Hinweis: Ich finde Lilium als Modell nicht schlecht und ich hoffe für die Gründer, dass das Modell funktionieren wird und die Kurzstrecke revolutioniert, die Köpfe dahinter sind auch alle Genies –  googeln Sie gerne – aber meiner Meinung nach hat sowas nichts mit der Börse zu tun, im Gegenteil: Als Gründer trage ich das Risiko, mein Modell nicht fertig entwickeln zu können, wenn die Börse crasht. Woran ich aber nicht glaube, sind deren Zahlen. Laut deren Pitch Deck, einsehbar für alle: 1.500 Miles per Jet per Day with 15.000 USD Revenue. Das würde bedeuten: 62 Meilen pro Stunde. Gehen wir davon aus, dass wir nachts Flugverbote bekommen und der Anbieter tagsüber in der Stadt fliegen darf (was ich für unwahrscheinlich halte, denn auch Helikopter haben hohe Auflagen), dann haben wir von 06 Uhr bis 22 Uhr 16 Stunden. Natürlich muss das Flugtaxi auch gewartet werden, Passagiere müssen einsteigen, sagen wir mal drei Stunden pro Tag. Bleiben 13 Stunden am Tag. Rechnung: 1.500 : 13 Stunden = 115 Meilen pro Stunde. Dafür müsste die Auslastung schon extrem sein.

 

 

Naja, Hauptsache der Firmenmantel entwickelt sich positiv, oder?

Unterschiede zur Dotcomblase

In seinem Hauptwerk zum Thema, «Stabilizing an Unstable Economy», definierte Minsky 1986 fünf Phasen einer Spekulationsblase. Verschiebung, Boom, Euphorie, Gewinnmitnahme, Panik.

 

Meine Prognose für März 2022 & „Why“

 

Bisherige Korrekturen

 

Mit welcher Korrektur kann man rechnen?

Von 1945-2020 (ohne Corona Crash) gab es insgesamt 26 Korrekturen an den Aktienbörsen. Durchschnittlich fielen die Kurse dabei um 13,7 Prozent. Im Schnitt erholten sich die Börsen in vier Monaten. Ich persönlich rechne mit einem Einbruch von 26 % nach meinen Berechnungen. Warum? Weil extrem viele Kleinanleger investieren. Sie haben alle Gewinne erzielt und es folgt eine Kettenreaktion, die dazu führt, dass unprofessionelle Anleger die ersten Medienhinweise auf einen potenziellen Crash direkt in einen Verkauf umsetzen. Dadurch fallen die Kurse schnell um ca. 7,5 %, innerhalb von 24 Stunden. Das führt jedoch zu einer Kettenreaktion an den anderen Märkten und die Kurse fallen weiter.

 

Warum die EZB die Leitzinsen erhöhen muss, um die Banken zu retten

 

Nehmen wir an, dass eine Korrektur bei Crypto oder an der Börse stattfindet. Es gibt ein Phänomen, was Flash-Crash heißt. "Der" Flash-Crash ereignete sich am 6. Mai 2010 um 14.32 Uhr New Yorker Zeit und dauerte 36 Minuten. Der S&P 500 sank um fast sechs Prozent und erholte sich dann wieder. Nach diesem Vorfall beschlossen die Börsen der Welt, sich Sicherungen einzubauen, die bei Überlastung rausfliegen, die sogenannten Circuit Breaker. Beim S&P 500 wird der Handel für fünf Minuten ausgesetzt, wenn Aktien zuvor in fünf Minuten mehr als zehn Prozent an Wert verloren haben. Es finden Verkäufe statt, das sieht der Markt, Kauforders werden storniert, die Kurse fallen schneller, es tritt Panik ein und jeder verkauft. Das Geld landet nun bei den Banken. Jetzt gibt es nur eine Situation, die wir vorher nie hatten: Das abgezogene Geld von den Märkten liegt auf dem Girokonto und darauf müssen wir Strafzinsen zahlen. Also kommt es in der Makrosicht zu extrem viel kurzfristigem Abzug von Bargeld, was Banken einfach nicht leisten können. Um dies zu verhindern, muss die EZB eigentlich (sie haben ja auch noch die Aufgabe, das Zahlungssystem aufrechtzuerhalten) die Strafzinsen auf Guthaben aufheben, dafür müssen aber die Leitzinsen steigen….

 

Welche Folgen erwarten uns?

 

  • Erhöhung der Einnahmen des Staates durch neue Steuern
  • Gesetze für Steuersparmöglichkeiten werden reduziert
  • Staatsvermögen wird verkauft (z.B. Beteiligung Land Niedersachsen an VW)
  • Senkung der Staatsausgaben für Bildung und Co.
  • Verlagern des Angebots von Infrastrukturfunktionen auf den privaten Sektor

Rückblick: Dotcom

 

Die Erwartungen an die neue Wirtschaft des nahenden 21. Jahrhunderts waren gewaltig – Startups im Internetbereich wurden riesige zukünftige Gewinne vorhergesagt, egal wie schwammig die Geschäftsidee, egal wie unrealistisch der Businessplan erschien.

 

Zugleich lagen die Leitzinsen der US-Notenbank Fed mit durchschnittlich etwa 5 Prozent tiefer als noch in den 1980er Jahren, als sie zeitweise über 20 Prozent erreicht hatten. Billiges Geld war damit zur Genüge vorhanden.

Ein bekanntes Beispiel war Pets.com. Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und wollte Haustierbedarf übers Internet verkaufen. Finanziert wurde Pets.com unter anderem durch Amazon.com – und im ersten vollen Geschäftsjahr 1999 standen Werbeausgaben von rund 12 Millionen Dollar Einnahmen von nur gut 600.000 Dollar gegenüber.

Trotzdem warb der Onlinehändler beim Super Bowl 2000 und wagte im Februar desselben Jahres den Börsengang, wobei über 82 Millionen Dollar hereinkamen. Das Geld verwendete die Firma unter anderem dazu, den größten Konkurrenten Petstore.com zu kaufen und um Waren weit unter dem Einkaufspreis anzubieten, womit die Verkäufe angekurbelt werden sollten. Das gelang. Aber Pets.com musste am 7. November 2000 in den Konkurs gehen.

Nachdem das gefürchtete Jahr-2000-Problem ausblieb, kündigte die Fed im Februar 2000 an, die Zinsen zu erhöhen. Dies sorgte für Volatilität an den Märkten, die Zweifel an der Nachhaltigkeit der Techinvestitionen wuchsen. Mehrere Artikel in Wirtschaftspublikationen warnten davor, dass Internetfirmen das Geld ausgehe.

Firmen wie Pets.com und theGlobe.com schrieben nicht nur Verluste, sondern ihr Börsenwert stand in keinem Vergleich zu den vorhandenen Sachwerten, und die im Wachstum zusammengekauften Firmen waren ebenfalls nicht profitabel. Weil viele Dotcomfirmen ihre Güter quasi verschenkten, um erst einmal Marktanteile zu gewinnen, schien zudem eine Wende bei den Unternehmensgewinnen weit entfernt.

 

Der wichtigste Teil des Reports: Die Kettenreaktion | Die Auslöser der größten Krise aller Zeiten

 

Ich will Sie nicht lange auf die Folter spannen. Die Medien werden dieses Mal den größten Crash aller Zeiten auslösen. Vielleicht sogar dieser Bericht. Wie ist das gemeint?

 

Kryptohoch:

 

Der Cryptokurs ist am Schwersten zu prognostizieren. Warum? Weil es für mich zwei Szenarien gibt. Entweder ist der Kurs der Auslöser der Krise oder er steigt auf mehr als 150.000 USD.

 

  • Wir wissen nun, dass eine Anhebung der Leitzinsen zum Sturz der Aktienmärkte führen kann. Wenn dies passieren sollte, dann ziehen Anleger in Panik ihr Geld ab, können die liquiden Mittel aufgrund der Strafzinsen jedoch nicht auf dem Girokonto lassen. Also wohin damit? Sie investieren es in Gold und Bitcoin. Die Kurse explodieren.
  • Es kommt zu einem der größten Betrugsdelikte aller Zeiten und einer der größten Wallet- respektive Crypto Verwalter wird gehackt. In Bitcoin steckt aktuell mehr Kapitalisierung als das BIP mancher Länder.

 

Tapering als Auslöser: Inflation 8 %

 

Am 09.07.2021 hat Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, mitgeteilt, dass der Leitzins mindestens noch für 3 Jahre auf dem aktuellen Niveau gehalten werden soll. Was soll sie auch machen? Lässt sie die Zinsen steigen, dann brechen die Aktienkurse aufgrund der hohen Investitionen auf Pump zusammen und es folgt eine Rezession, weil Staaten mehr Zinsen für die höchste Schuldenquote aller Zeiten zahlen müssen. Tut sie aber nichts, dann besteht die Gefahr der Hyperinflation. Die aktuelle Inflation beträgt laut der offiziellen Meldung schon 4,5 %. Ziel sind ja 2 %, also was macht die EZB? Sie teilt ebenfalls mit, dass man temporär mit 4-5 % auch einverstanden sei. Darüber kann man ja nur grinsen. Wir wissen also, dass alleine die Ankündigung der Leitzinserhöhung der Anfang der Rezession ist. Aber was kommt vor der Leitzinserhöhung? Das Tapering. Von Tapering spricht man, wenn eine Notenbank beginnt, den Umfang ihrer Wertpapierkäufe schrittweise zu reduzieren, um sie dann nach einer gewissen Zeit komplett einzustellen. Sobald der Kauf von Anleihen (Massenvernichtungswaffen) eingestellt wird, ist dies die neue Leitzinserhöhungsmeldung. Aktuell kauft die Fed jeden Monat Anleihen im Wert von 120 Milliarden Dollar. Ich selbst gehe davon aus, dass die Inflation bis dahin weiter steigt und man vor Angst einer Hyperinflation den Leitzins schon auf der großen Notenbankkonferenz in Jackson Hole erhöhen könnte.

 

Die Inflation wird meiner Berechnung nach im Oktober schon auf ca. 8,9 % steigen.

 

Wir können einfach nach Japan gucken. Der Leitzins ist dort seit Jahrzenten niedrig und das viele Geld wird nicht mehr genutzt, um zu investieren, sondern um zu spekulieren. Irgendwann erhöhte die Zentralbank dort den Leitzins, um die Inflation zu stoppen, und die Aktienmärkte brachen zweistellig ein. Die Zentralbank senkte auf Druck danach wieder den Leitzins. Für mich ist hier der große Knackpunkt: Die EZB sitzt wie ausführlich beschrieben in der Falle. Die Inflation wird nach meinen Berechnungen auf 8,9 % steigen. Die EZB muss dann handeln und den Leitzins erhöhen, damit Banken sich weniger Geld leihen, weniger Kredite herausgeben, weniger Geld in Umlauf geht. Sobald dies jedoch passiert, werden Aktieninvestitionen auf Pump teurer, man nimmt seine Gewinne mit und es folgt eine enorme Aktienkorrektur. Die Gelder landen auf den Girokonten und werden auch dort aufgrund von Strafzinsen abgezogen. Es könnte so zu dem größten Anstieg der Crypto Währung aller Zeiten führen. Aber Tom, du hast doch gesagt, dass die EZB die Zinsen nicht erhöhen wird, weil der Staat dann mehr Zinsen für seine Schulden zahlen muss. Korrekt! Aber irgendwann muss die EZB handeln und egal was sie macht, es wird eine Korrektur folgen.

Laut Presseagentur der amerikanischen Notenbank Fed rechnet sie mit einer ersten Anhebung im Jahr 2023. Laut Handelsblatt wurde die Fed jedoch im Juni 2021 von der hohen Inflationsrate überrascht (wie denn das?!!!?!?!?).

„Die hohe Inflation im vergangenen Monat hat auch die amerikanische Zentralbank überrascht. Das geht aus den Protokollen der Fed-Sitzung vom 15. und 16. Juni hervor. Bei diesen Treffen haben die Fed-Mitglieder deshalb darüber diskutiert, wie sie die Konjunkturhilfen am besten zurückfahren. Konkret ging es dabei um das Abschmelzen des Anleiheportfolios. Die Mitglieder haben darüber diskutiert, ob man hypothekenbesicherte Wertpapiere vor den Staatsanleihen veräußern sollte oder beide gleichzeitig.“ Hinweis: Inflation lag hier bei 5 %.

 

Digitaler Euro und digitale Währungen

 

Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Der digitale Euro kommt. Er kommt sogar schon 2025. Warum auch nicht? Mit einer digitalen Währung verschaffe ich mir als Staat zwei Vorteile:

  • Entanonymisierung: Ein anonymes Einkaufen ist nicht mehr möglich. Jegliche Transaktionen sind im FIAT-System dokumentiert. Steuerhinterziehung und Straftaten werden unmöglich gemacht. Geldwäsche wird im Keim erstickt.
  • Der Staat und die Zentralbanken müssen das Geldsystem retten sowie die Menge an Geld, die neu gedruckt wurde, auch wieder vernichten. Das wäre am einfachsten durch Strafzinsen auf dem Girokonto, dann wird das Geld automatisch weniger. Sobald es nur noch digitales Geld gibt, kann ich mich dem Strafzins durch Geldabhebungen nicht mehr entziehen.

Wenn du dich erinnerst, kann eine Bank aus 1 € Guthaben 10 € Kredit schöpfen, berücksichtigt natürlich von Fristenkongruenz. Es besteht jedoch immer die Gefahr aus Sicht der Bank, dass zu viele Kunden an einem Tag ihr Geld abheben wollen. Dann würde das System zusammenbrechen. Wäre dies nicht mehr möglich, wäre ein Vorhalten an Kundengeldern für solche Fälle nicht mehr nötig.
Meine Prognose: Die digitale Währung wird zwei Überraschungen bringen.

 

  1. Sie wird nicht 1:1 umgetauscht, sondern mit einem Umrechnungsschlüssel. Jeder Offline-Euro wird dann 0,8 Digital-Euro wert sein. So wird versucht werden, die Menge an Geld zu vernichten, ohne dass die Bevölkerung groß Fragen stellen wird.
  2. Aktuell sind die meisten Währungen an dem Dollar als Leitwährung orientiert. Ich vermute, dass der digitale Yuan diese Währung ablösen wird.

Welche Aktien trifft es zuerst?

 

Guckt man sich die historischen Werte an, dann sind primär die Banken betroffen. Die Marktkapitalisierung der Deutschen Bank beträgt 26,11 Milliarden USD. Der KGV liegt im Jahr 2020 bei 38,1. Der Umsatz ging 2020 zu 2019 um fast 12 % zurück. Das Unternehmen konnte nicht mehr das banktypische Geschäft von „Kreditzins ist gleich höher als Einlagenzins“ ausüben, also macht man das, was alle Banken machen. Das Investmentbanking erhöhen und den Wertpapierhandel mit Kundengeldern durch Vertrieb erhöhen, um so das Provisionsgeschäft anzukurbeln. Weiterhin vermute ich, dass Teslas Kurs extrem einbrechen wird. Der KGV von Tesla betrug 2020 953. Der Gewinn pro Mitarbeiter nur 10.190, was auch mit Fixkostendegression nicht schnell erhöhbar ist. Teslas Bewertung beträgt 635 Milliarden USD. Geht man davon aus, dass 12 Millionen Autos bis 2030 verkauft werden, bei einem durchschnittlichen Preis von 55.000 USD, dann würde das implizieren, dass Tesla einen Marktanteil von über 35 % erkämpft. Das operative Geschäft erwirtschaftet weiterhin nicht den Großteil der letzten Gewinne, welche nämlich aus Lizenzen und Cryptohandel folgten.

 

Die Medien als Auslöser der Kettenreaktion 2022

 

Zurück zum Auslöser. Dieses Mal wird es nicht ein Platzen der Immobilienpreise sein, nicht die Kreditausfallquoten, nicht die ABS, nicht die Inflation, sie sind alle kausale Folgen, aber Auslöser wird der „Tom-Butterfly-Moment“ sein.

Der Effekt basiert auf einer modifizierten Form des Schmetterlingseffekts: „Er tritt in nichtlinearen dynamischen, deterministischen Systemen auf und äußert sich dadurch, dass nicht vorhersehbar ist, wie sich beliebig kleine Änderungen der Anfangsbedingungen des Systems langfristig auf die Entwicklung des Systems auswirken.“ (Quelle: Wikipedia)

 

Die Kurse sind so hoch bewertet, die Anzeichen werden klarer und klarer, und am Anfang wird ein Reddit-User stehen, der in einem Forum wie „Wallstreetbets“ oder in einem Youtube-Video Millionen von Endverbrauchern erreichen wird. Es folgt eine inflationäre Berichterstattung über einen MÖGLICHEN Crash, obwohl das System noch bis zur nächsten Leitzinsanhebung weitergeführt werden könnte. Weil so viele Medien über den potenziellen Crash berichten, führt dies dazu, dass die Robin Hood-User, die Kleinanleger, ihre Gewinne abziehen werden, eine Massenpanik bricht aus. Großinvestoren und Börsenprofis müssen aufgrund dieser Entwicklung ebenfalls frühzeitig die Gelder abziehen, was zu einer Kettenreaktion führt. Die Aktien brechen ein, man flüchtet in Krypto, die liquiden Mittel fließen aufgrund der Strafzinsen kurzfristig in Konsum, weil man ja Gewinne mitgenommen hat, das führt zu einer extrem hohen kurzfristigen Inflationssteigerung. Daraus resultiert, dass man lieber heute sein Geld ausgibt, weil es in einem Monat ja weniger wert ist, weil man dafür weniger bekommt, die Umlaufgeschwindigkeit steigt massiv an. Die EZB wird gezwungen, schneller als 2023 einzugreifen und erhöht den Leitzins. Dadurch brechen die Immobilienpreise ein, die Ausfallquoten steigen an, Ratingagenturen ändern schnell die Ratings, ABS fallen aus, und die Einführung einer digitalen Währung wird mit einem Wechselkurs früher eingeführt, bevor die Zinsen steigen, die Immobilienbesitzer ab 2030 wieder neu verhandeln müssen und auch diese Kredite ausfallen werden.

Mein Mentor hat immer gesagt: „Wenn jemand Geld verdient, dann ist er der Schlauste, der Beste, der Erste oder ein Betrüger“. Seien Sie also die Ersten.

 

Wie man sich schützen kann? Was tun bei einer Krise?

Statistiken zeigen, dass umso öfter man tradet, umso geringer die Performance. Lieber einen Einmalbetrag breit gestreut investieren als jeden Monat. Meine Philosophie ist: Es ist fast schon egal wie man investiert, Hauptsache lange. Ob ein Parkplatz, Gold oder Aktien. Hier ein paar Beispiele:

Woraus wurden 10.000 € Einmalbetrag in 10 Jahren heute?

  • Girokonto: 10.000 (nicht inflationsbereinigt) 8.799 €
  • Tagesgeldkonto: 10.995 €
  • Gold: 14.351 €
  • Msci emerging markets etf: 17.201 €
  • Dax: 20.980 €
  • MSCI World ETF: 33.301 €
  • Nasdaq Composite TR: 57.644 €
  • Google: 94.327 €
  • Netflix: 125.567 €
  • Amazon: 157.540 €
  • Tesla: 1,18 Mio.
  • Bitcoin: 22.533.000 €

Epilog

 

Fehler im System: Die Vergütung von Vorständen

 

Ich bin großer Friedman- und Schumpeter-Fan, daher folge ich deren Kernthesen. Schuldig ist das System, speziell, spitz formuliert, die CEO-Vergütung von Vorständen. Von 2006 bis 2016 haben die Vorstände, die an den Unternehmen beteiligt waren (vorher gab es meist keine ESOPs), nur sechs Prozent an Mehrlöhnen der Wirtschaft zurückgezahlt, der Rest floss primär in Aktienrückkäufe, um das Angebot zu manipulieren (55 %), und in Dividenden (39 %). Also wie schaffe ich es, dass der Vorstand das Unternehmen langfristig gesund aufbaut und nicht an den kurzfristigen Börsenkurs zwecks Aktienboni denkt?

 

Meine Lösung des Engpasses wären 5-10 Managementverträge statt aktuell drei-Jährige. Die Aktienvergütung greift erst am Ende dieser Periode. Geht er vorher, wird er mit einem Fixum vergütet. Der variable ESOP-Anteil berechnet sich nach einer Gewichtung, sodass z.B. 70 % der Aktienvergütung in den Jahren 7-10 berechnet werden.

 

Hinweise auf andere Arbeiten:

 

Money laundering 4.0 in 2021 – Domains, Flower Shops and NFT instead of Cash - Plattformökonomie Podcast | Tom Illauer (tom-illauer.de)

The History of the real Satoshi Nakamoto - Plattformökonomie Podcast | Tom Illauer (tom-illauer.de)

 

Hinweis Schreibart

 

Ich verwende die promaskuline Schriftart, weil dies die Lesbarkeit fördert. Sie ist daher neutral zu werten.

 

Offenlegungsbericht | Transparenzbericht zu Shortpositionen

 

Aktuell besteht die einzige Shortposition gegen die Grenke AG. Weitere Shortpositionen wurden zwecks meiner Glaubwürdigkeit aufgelöst und bestanden primär aus Open End Turbo Put Knockout-Zertifikaten gegen Tesla. Keine weiteren verbrieften Rechte, Anleihen & Co.

 

Disclaimer

 

Haftungsausschluss

 

Die Daten der Analyse sind Informations- und Unterhaltungsangebote und stellen keine Anlageberatung dar. Es handelt sich um eine persönliche Einschätzung, welche sich auf öffentlich zugängliche Daten ohne Insiderwissen stützen. Die Korrektheit der gefundenen Daten wurde nicht überprüft, jedoch mit Quellen angegeben. Aufgrund der Reputation der Quellenanbieter muss man von der Richtigkeit ausgehen. Treffen Sie keine Entscheidung ohne eigene Nachforschungen und erst recht nicht allein auf den hier gelesenen Informationen. Der Report ersetzt keine Anlageberatung und ist auch nicht als diese gedacht. Der Bericht dient als Ansammlung frei zugänglicher Informationen und zur Unterhaltung. Insbesondere in die Zukunft gerichtete Äußerungen unterliegen hoher Unsicherheit und unvorhersehbaren Risiken. Eine Garantie oder Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der zur Verfügung gestellten Inhalte und Informationen kann nicht übernommen werden. Ein Totalverlust mit Aktien, Optionsscheinen und anderen verbrieften Schuldscheinen ist grundsätzlich möglich und weist die höchste Risikoaffinität auf. Der Bericht ist keine Anlageempfehlung und stellt nur dar, was ich machen würde.

 

Der Autor

 

  • Diploma in Business Administration and Finance
  •  Diploma in Investment Banking
  • Domain Investor & Broker
  • Banking Economist (Fachwirt, Bankbetriebswirt, Dipl.-Bankbetriebswirt, Dipl.-Betriebswirt)
  •  Marketing Insider
  • Expert for platform economy & eCommerce
  • Author (3 books)
  • Due Diligence E-Commerce appraiser
  • Podcaster
  •  Legal permission according to § 25c Abs. 1 Kreditwesengesetz to run a credit institution, respectively a bank as a member of the board of directors
  •  Operator: www.gesundheitsapps-auf-rezept.de
  •  Director of Marketing & Sales at an industrial software company
  • Head of Marketing at a listed healthcare company with 4,800 employees and 470 million Euro annual sales (Mentor Chairman of the Supervisory Board)
  • Current Head of Marketing / eCommerce at a health care company (medical supply industry) with 2,000 employees and 270 million Euros annual turnover

Private:

  • Age: 31 years young
  • Free time: weight training, martial arts, my family & dog | Ex-Türsteher (Bouncer)
  • Love reading old marketing books
  • Interests: Healthy Food, Dog, Finance, Bitcoin, Domains, eCommerce
  • Goals: Supervisory board, board of directors, honorary judge, honorary professor
  • Memberships: Animal shelter Itzehoe & Anti Cybermobbing e.V.

Kontakt:

Eigene Berechnung: Mein Vorhersagemodell für Aktien| Eure Hilfe!

 

Ich bin Due Diligence-Gutachter und Analyst. Was mir in der Vorhersage von Krisen fehlt, sind nicht die harten offensichtlichen Fakten, sondern die weichen Drittdaten. Wenn ich wissen will, wie sich die Netflix-Aktie entwickelt, dann gucke ich mir an, wie viele User nach „Netflix kündigen“ suchen, da sie nicht wissen, wie man es kündigt. Man vergleicht dies mit der kalkulierten Neuanmeldequote und hat ein proportionales Kündigungsverhältnis, kann Sättigungen also früh erkennen. Sowas fehlt mir hier. Daher zeige ich Ihnen nun viele Beispiele, an denen Sie auch erkennen können, warum der Crash kommt, auch ohne Makrowissen.

Folgende Daten könnte man nutzen:

  • Webtraffic-Daten auf Kreditvergleichsseiten
  • Berufe von Suiziden auswerten
  • Satellitenbilder könnten die Frequenz von Filialen oder die Auslastungsquoten von Häfen transparent aufzeigen
  • Stornierte Bestellungen im 24-Stunden-Intervall zeigen das Auftragsvolumen anhand von chronologischen Bestellnummern
  • Payback-Daten
  • Zeiten, bis eine inserierte Wohnung vom Marktplatz entfernt wird
  • Vakante Stellenausschreibungen mit Profilen von LinkedIn und Xing matchen
  • TV-Sports und Werbeintensität tracken
  • Hashtagverwendungen messen
  • FB-Gruppen nach bestimmten Wörtern wie „hoffnungslos“ auswerten
  • Flugzeugdaten von Vorständen auswerten (wo war der CEO vor Quartalszahlen)
  • Klickraten von Wikipediaeinträgen messen
  • Interviews und Twitterprofile verfolgen
  • Reddit-Userverhalten messen
  • Shortsellerverhalten messen
  • Suchvolumen von Phrasen nach Schulden, Insolvenzen und Kündigung messen
  • Auswertungen von Google Trends
  • Run Rates der Börsenteilnehmer sichtbar machen

 

Wer Lust hat ein paar Projekte zu unterstützen kann sich gerne melden. Ich würde gerne folgende Ideen umsetzen:

 

  • Eine App die mit KI das Laufverhalten von Hunden analysiert und interpretiert
  • Ein Blockchain mit PKW NFT: So werden zukünftig alle Eigentumsverhältnisse, Reparaturen, Schäden für Käufer transparent
  • Eine NFT Blockchain für Bilder: Eigentumsstärkung von Fotografen und Künstlern
  • Blockchain mit KI: Eine App die anhand eines Fotos jeden Hund identifiziert und so den Inhaber bei Verlust kontaktierbar macht

 

 

 

 

Alle Zahlen auf einen Blick

Ich habe versucht, Kohorten zu ermitteln, kausale Zusammenhänge zu verstehen, Wahrscheinlichkeiten zu bauen. Dafür bräuchte ich Unterstützung und Leute, die sich damit besser auskennen als ich. Das ist nicht meine Liga. Was ich jedoch herausgefunden habe, ist so offensichtlich und simpel. Man versucht, Krisen mit Allzeithochs vorherzusagen, aber die exponentiellen Kettenreaktionen lassen dies einfach nicht zu. Was aber auffällt, ist: Wenn man immer die Veränderung in Prozent t-0 der einzelnen Werte mit dem Durchschnitt der Jahre t-1 bis t-3 vergleicht und die Volatilität größer ist als die bisherige Abweichung zum Standardmedian der Jahre t-4 bis t-6 sowie zu anderen Werten der gleichen Kategorie, dann wird das potenzielle Krisenrisiko größer.

Vielleicht hat jemand Zeit und Lust die Daten mit mir in einer Panel Analyse zu bewerten? Hier werden zwei Dimensionen einer Zeitreihe und eines Querschnitts verbunden, kausal so die unbeobachtete Heterogenität der Individuen kontrolliert. Primär würde ich gerne die Kohorten der Alterseffekte prüfen, exogene Variablen ergänzen und eine randomisierte Modellstudie veröffentlichen.

 

Gerne stelle ich die Daten auf Wunsch zur Verfügung respektive versende diese gegen einen kleinen Obolus als Newsletter monatlich zu. Schreiben Sie mir einfach.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

 

Tom Illauer

 

 

Oder am besten nur Tom 

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